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Kleine Umfrage zur Demokratiezufriedenheit – in Kooperation mit dem Kreisdiakonieverband im Landkreis Esslingen

Mit einem Auftaktworkshop am 15. April 2026 in Nürtingen wurde eine kleine Umfrage zur Demokratiezufriedenheit von Menschen mit Armutserfahrung im ländlichen Raum des Landkreises Esslingen angestoßen.

Gemeinsam mit dem Kreisdiakonieverband im Landkreis Esslingen werden die Erfahrungen und Perspektiven von Menschen mit Armutserfahrung sichtbar gemacht. Die Umfrage orientiert sich am Ansatz von Pierre Bourdieu und wird partizipativ gestaltet. Menschen mit eigener Armutserfahrung sind dabei aktiv an der Durchführung beteiligt.

Inzwischen werden bereits Interviews auf Augenhöhe von Menschen mit eigener Armutserfahrung geführt. Erste Auswertungen der Gespräche finden ebenfalls bereits statt. So fließen die Erfahrungen und Perspektiven der Betroffenen unmittelbar in den weiteren Verlauf der Umfrage ein.

Prof. Dr. Franz Schultheis, Schüler Pierre Bourdieus, ist an der Umfrage beteiligt und begleitet den Prozess mit seiner wissenschaftlichen Expertise.

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Gemeinsam einen Ort für alle gestalten - Zukunftswerkstatt in Welzheim

Wie soll eine Begegnungsstätte in Welzheim aussehen, damit sie wirklich zu den Menschen vor Ort passt? Mit dieser Frage haben wir gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, der Erlacher Höhe und Kirchgemeinde Welzheim, den ersten Schritt gemacht.

In einer zweitägigen Zukunftswerkstatt am 23. und 24. Juli 2026 haben rund 12 Menschen ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen eingebracht. Im Zentrum standen die Fragen: Wie könnte ein idealer Ort der Begegnung in Welzheim aussehen? Was braucht es, damit sich auch Menschen in prekären und herausfordernden Lebenssituationen willkommen fühlen und gerne zusammenkommen?

Besonders ist: Die Menschen, die eine solche Begegnungsstätte später nutzen sollen, gestalten sie von Anfang an mit. Ihre Perspektiven und Ideen sind die Grundlage für die weiteren Schritte.

Die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt legen den Grundstein für die Begegnungsstätte: Die Teilnehmenden wünschen sich einen offenen, zwanglosen und lebendigen Ort, den sie mit eigenen Impulsen und Angeboten (wie z. B. Kochen und Malen etc.) mitgestalten möchten. Gewünscht ist auch eine Art „Tauschbörse“, um sich gegenseitig zu unterstützen, z. B. bei kleineren Reparaturen oder Handwerksarbeiten. Im Kern soll die Begegnungsstätte Menschen mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen zusammenbringen, um sich auszutauschen und Gemeinschaft zu erleben.

Die Resonanz in Welzheim ist durchweg positiv: Die Welzheimer Zeitung hat in der Printausgabe über die Zukunftswerkstatt berichtet, der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Jens Steinat (Wahlkreis Welzheim) bekundete in einem Brief seine Anerkennung und Unterstützung für das Vorhaben.

Gemeinsam essen, zuhören und verstehen - Dialog- und Begegnungsformat in Welzheim

Bevor das Format „Soziale Gerechtigkeit: Armutsbetroffene berichten aus ihrem Leben“ am 4. Mai 2026 im Rahmen der Welzheimer Zeltkirche begann, kochten Menschen mit und ohne Armutserfahrung gemeinsam undaßen anschließend miteinander. So entstand ein Raum für Begegnung und Austausch.

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Im Mittelpunkt standen danach die persönlichen Geschichten von Claudia Wanner, Franz Mandijc und Lissy. Sie berichteten offen davon, wie Armut Teil ihres Lebens wurde, wie sich das Leben unter diesen Bedingungengestaltet und welche Wünsche sie für ihre Zukunft haben.

Dabei wurde deutlich: Armut hat viele Gesichter und komplexe Ursachen. Krankheit, Arbeitslosigkeit, fehlende Qualifizierung oder Schicksalsschläge können zusammenkommen und Menschen in eine Abwärtsspirale führen. Pauschale Vorstellungen greifen deshalb zu kurz.

Das Format machte die Perspektiven der Betroffenen sichtbar und setzte ein Zeichen für mehr Verständnis: Menschen mit Armutserfahrung brauchen kein Mitleid und keine Verachtung, sondern Zuhören, Verständnis und individuelle Unterstützung.

Lesung zu „Deutsch genug? Warum wir endlich über Russlanddeutsche sprechen müssen“ - mit dem Diakonieverband Reutlingen in Münsingen

Sie wählen rechts, sprechen nur russisch und unterstützen Putin? Häufig werden derartige Haltungen mit russlanddeutschen (Spät-)Aussiedlern verbunden. Die bewegte Geschichte der rund 2,5 Millionen in Deutschland lebende Russlanddeutsche ist hingegen nur wenig bekannt.

Auch das „Kirchtal“ in Münsingen gehörte ab 1989 zum Ansiedlungsgebiet für (Spät-)Aussiedler aus der damaligen Sowjetunion. Rund 2.000 Menschen kamen damals in die schwäbische Kleinstadt, viele leben bis heute dort. Im Rahmen einer Lesung am 15. Juni 2026 mit anschließender Diskussion wurde die Geschichte der Russlanddeutschen in den Blick genommen sowie über Identität und Integration diskutiert.

Ira Peter, Referentin und Autorin des vorgestellten Buches, ist selbst mit ihrer Familie als Neunjährige von Kasachstan nach Deutschland umsiedelte. Sie beschreibt anhand ihrer eigenen bewegten Biografie die Erfahrungen und Konflikte der Russlanddeutschen – von der Scham über die sowjetische Herkunft über die fatalen Folgen kurzsichtiger Integrationspolitik bis hin zur „Anfälligkeit“ für russische Einflussnahme wirft sie einen kritischen und zugleich feinfühligen Blick auf die von der Mehrheitsgesellschaft oft als fremd empfundenen Deutschen.

Sie erklärt, wie die doppelte Diktaturerfahrung unter Stalin und Hitler Russlanddeutsche bis heute prägt und manche anfällig für völkisches Denken macht. Gleichzeitig zeigt Ira Peter, wie heterogen die Gruppe ist und warum „Deutschsein“ für sie heute kein Kriterium mehr ist, um deutsch zu sein.

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Expert:innen-Gespräch zum Thema „Spätaussiedler“ in Münsingen

Bild bearbeitetGemeinsam mit dem Diakonieverband Reutlingen hat der EFAS am 27.10.2025 im Münsinger Rathaus eine Gesprächsrunde zur politischen Haltung von Spätaussiedlern durchgeführt. Als Expert:innen waren Ira Peter, russlanddeutsche Journalistin und Autorin sowie Alexander Schneidmesser, Forscher am Research Center for the History of Transformations, mit dabei.

Arm oder Demokratisch? - Podiumsdiskussion bei der Erlacher Höhe in Welzheim

Im Sozialkaufhaus "Strandgut" in Welzheim fand am 20.10.2025 mit Bürgermeister Thomas Bernlöhr, Pfarrer Thomas Stürmer, Armutsbetroffenen und Publikum eine Podiumsdiskussion mit der provokanten Fragestellung "Arm oder demokratisch?" statt. Dabei ging es aber nicht darum, dass man nur arm oder demokratisch sein könne. Vielmehr ging es darum, wie Armut das Leben verändert und Menschen der Demokratie deshalb vielleicht weniger vertrauen.

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Felix Schreiner (MdB) besucht Arbeitshilfeprojekte des Diakonischen Werks Breisgau-Hochschwarzwald

Austausch Diakonie EFAS Jobcenter

Zwölf langzeitarbeitslose Menschen aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald haben sich am 29.09.2025 mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner über die Ursachen von Langzeitarbeitslosigkeit sowie mögliche Handlungsperspektiven ausgetauscht.

Das Dialogformat fand im Holzatelier des Diakonischen Werkes Breisgau-Hochschwarzwald in Kirchzarten statt, wo langzeitarbeitslose Menschen im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten (AGHs) Teilhabeperspektiven und Unterstützung erhalten. Mit dabei waren auch Maßnahmenteilnehmende vom Standort Müllheim, an dem das Diakonische Werk Breisgau-Hochschwarzwald ein Back-und Kreativatelier betreibt.

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Workshop-Format zum Thema „Beteiligung“ beim Kreisdiakonieverband in Esslingen

„Die fragen, die es am meisten betrifft – Wie können Maßnahmenteilnehmende stärker beteiligt werden?“

Am 16.09.2025 wurden Mitarbeitende des Kreisdiakonieverbandes im Landkreis Esslingen geschult, wie Beteiligungsprozesse für und mit Maßnahmenteilnehmenden gestaltet werden können , u.a. im Rahmen von Fachveranstaltungen, Lobbyaktivitäten, öffentlichen Aktionen und Projekten.

Maßnahmenteilnehmende sollen somit mit ihren eigenen Interessen/Anliegen und Geschichten öffentlich sichtbar sowie in ihrem Selbstwertgefühl und ihrer demokratischen Teilhabe gestärkt werden.

Besonderheit: Der Workshop wurde unter Einbindung von Demokratieberater:innen umgesetzt, die selbst von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind.

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Straßenaktion bei der interkulturellen Woche in Titisee-Neustadt

„Wir müssen mehr aufeinander zugehen und uns kennenlernen!“ –PXL 20250927 071135947 MP

Diakonisches Werk Breisgau-Hochschwarzwald sammelt Impulse für besseres interkulturelles Miteinander

Mitarbeitende des Diakonischen Werkes Breisgau-Hochschwarzwald haben im Rahmen der interkulturellen Woche eine Straßenumfrage zum Thema Migration durchgeführt. Die Umfrage fand auf dem Marktplatz in Titisee-Neustadt statt.

Anlass der Umfrage war, die anhaltend hitzige Debatte rund um das Thema Migration. Zuwanderung wird dabei vor allem mit Problemen in Zusammenhang gebracht, während Chancen kaum diskutiert werden. Besonders stark zeigen sich diese Tendenzen auch in den Gemeinden im Hochschwarzwald, wie auch in Titisee-Neustadt.

Lesen Sie hier die Ergebnisse der Straßenumfrage nach.